"Die Sicherheit und Gewissheit des ewigen Lebens gibt es für die, die sich nach Gott sehnen."

Festgottesdienst mit Taufe und Versiegelung am 21. November auf der Nordseeinsel Borkum

Apostel Dirk Schulz sorgte mit seinem Besuch und im Vorfeld für große Freude. Grundlage für den Gottesdienst war Psalm 42, 3:

»Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?«

Der Apostel verdeutlichte zunächst: Die Geburt von Lasse (Anm.: Das ist der kleine Junge, der in diesem Gottesdienst getauft wurde) bedeutet Zuwachs für die Gemeinde und ist ein Geschenk für die Familie und für die Gemeinde.

Der Psalm, aus dem das Bibelwort entnommen wurde, ist vertont worden. Er startet mit den Worten: "Wie der Hirsch schreit nach frischen Wasser, so schreit meine Seele Herr zu dir." Der Verfasser bringt damit zum Ausdruck, dass seine Seele nach Gott dürstet. Es handelt sich hier um einen besonderen Psalm,  der dem Verfasser Trost vermittelt und der vielen im Lauf der Jahre Trost, Kraft und Zuversicht bereitet hat. Weitere Gedanken aus dem Gottesdienst hierzu:

  • Der Hirsch ist zäh, der schreit nicht so schnell, dahinter steht eine echte Not. Der Verfasser war in Trübsal, wurde von der Gesellschaft nicht angenommen, musste Spott erleiden, konnte nicht in den Tempel gehen. Er hatte Sehnsucht nach Gott:" Wann kann ich sein Angesicht schauen?"
  • Heute gilt dieses Wort nicht nur in Bezug auf Corona, ein Mensch möchte Beziehung mit Gott mit Gottes Nähe haben, er hat Sehnsucht nach Gott als Schöpfer. Gott ist die Ursache dass wir leben, dass wir atmen können.
  • Gott hat Interesse nicht am Tod sondern am ewigen Leben. Der Apostel stellte einen Bezug zum Paradies her -  zum ersten Sündenfall. "Dies macht deutlich, dass die Menschen meinen, auch ganz gut ohne Gott klarzukommen. So entsteht eine Entfremdung von Gott, die Menschen müssen dafür die Konsequenzen ziehen. Doch Gott hat gesagt - schon zu den ersten Menschen - ich werde euch begleiten und einen senden, der der Schlange den Kopf zertreten wird, also seinen Sohn senden.
  • Manchen Menschen graut es, irgendwann vor Gott zu erscheinen, sie stellen sich Gott als Richter vor oder als Buchhalter, der ihre Sünden aufadiert , aber das ist nicht Gott. Jesus ist auf die Welt gekommen und hat uns das wahre Angesicht Gottes gezeigt. Die Botschaft vom liebenden Gott von der Macht der Liebe hat sich seither Bahn gebrochen.
  • Wenn wir Spott erleiden müssen - heute nennt man das Mobbing - können wir sicher sein, Gott ist bei uns.Wer Durst nach dem Schöpfer hat, der wird den Durst gestillt bekommen. 
  • Wir alle brauchen Gott,  wir warten auf das ewige Leben, glauben dass Jesus wiederkommt und die zu sich holt, die sich die Sehnsucht nach ihm erhalten haben, sich in ihrem Leben an Jesus orientiert haben? Die Sicherheit und Gewissheit des ewigen Lebens gibt es für die, die sich nach Gott sehnen. 
  • Wir sind nicht besser als andere, haben Krankheiten,  erleben schwierige Situationen, müssen sterben, aber wir gehen anders damit um. Bewahren wir uns die Sehnsucht nach Gott, dann bekommt man einen anderen Blick auf das Leben/ auf die einzelne Situation. 
  • Der Psalmist hat gelitten, dass er nicht in den Tempel konnte. Christus hat dazu gesagt: "Wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen".  Die an ihn glauben verspüren das im Gottesdienst, sie wollen Gott schauen.
  • Wir versammeln uns im dreieinigen Namen Gottes. "Ich, Dirk Schulz, kann aus mir heraus nichts verkünden, aber im Namen des dreieinigen Gottes macht der Heilige Geist etwas offenbar: Ich kenne euch nicht, aber der Heilige Geist offenbart das für jeden Notwendige in einem Gottesdienst. Nach einem Gottesdienst geht man anders ins Leben zurück."
  • Beim Heiligen Abendmahl wendet  sich Gott mir zu ein -ein Mysterium -wenn ich die Hostie erhalte nimmt Gott mich in den Arm, gibt mir Kraft.
  • Im Alltag erlebe ich Gott in der Zwiesprache, wenn ich mit ihm im Gebet bin. Gott ist eine guter Zuhörer, auch wenn er die Gebete nicht immer direkt erhört, er begleitet uns!
  • Im Alltag erlebe ich Gott in zwischenmenschlichen Beziehungen, es gibt viele gute Menschen - in Hebräer 13,2 steht geschrieben, dass man als Christ zu jedem positiv sein soll, den man beherbergt, es könnte ein Engel sein

Zusammenfassend stellte der Apostel heraus: "Wer sein Herz Gott gegenüber öffnet, der wird ihn  auch im Alltag erleben!"

Mitdienender Priester Rainer Küpperbusch

Heilige Wassertaufe und Heilige Versiegelung von Lasse Goldenstein